Frage der Woche: Wann greifen Notabschaltungen bei Windenergieanlagen?

Notabschaltungen bei Windenergieanlagen sind automatisierte oder manuelle Sicherheitsmaßnahmen, die die Anlage kontrolliert zum Stillstand bringen. Sie greifen immer dann, wenn Sensoren oder Sicherheitssysteme kritische Zustände erkennen. Ein zentraler Auslöser sind hohe Windgeschwindigkeiten (ab etwa 90 km/h bzw. rund 25 m/s). In diesem Fall wird die Anlage automatisch gestoppt, indem die Rotorblätter aus dem Wind gedreht (Pitch-System) und bei Bedarf zusätzlich gebremst werden. Ziel ist es, mechanische Schäden zu vermeiden.

Darüber hinaus kann auch Eisansatz an den Rotorblättern zu einer Abschaltung führen. Ein weiterer wichtiger Grund sind technische Auffälligkeiten. Bei Fehlfunktionen oder Defekten lösen Sensoren ebenfalls eine automatische Notabschaltung aus, um größere Schäden zu verhindern. Auch Störungen im Stromnetz können dazu führen, dass die Anlage automatisch vom Netz getrennt und abgeschaltet wird.

Der Betrieb startet in der Regel erst nach erfolgter Kontrolle und Freigabe wieder.