Projektphasen Windpark Altdorfer Wald: Bauphase

Ausgleichsmaßnahmen begleiten Baumaßnahmen

Die Bauphase eines Projektes wie des Altdorfer Waldes beginnt immer erst dann, wenn die zuständige Behörde eine entsprechende Genehmigung erteilt hat. Diese Genehmigung ist die entscheidende Grundlage für den Umfang und die konkrete Ausführung des Baus. Sie ist damit auch Grundlage für die Beschaffung der zu errichtenden Windenergieanlagen.

Die einzelnen Abschnitte der Bauphase werden von verschiedenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen begleitet, die der Vorhabenträger umsetzt. Hierbei ist der Vorhabenträger durch die Genehmigung der zuständigen Behörde an klare Vorgaben gebunden. Ausgleichsmaßnahmen sind Maßnahmen, die dazu dienen, das durch Windenergieanlagen und deren Bau veränderte Landschaftsbild wiederherzustellen, während Ersatzmaßnahmen oder auch Maßnahmen zur Kompensation dazu dienen, Elemente aus Landschaft und Funktionen in natürlichen Prozessen zu ersetzen. In beiden Fällen gilt es zu erreichen, dass die Errichtung und der Betrieb von Windenergieanlagen die natürlichen Gegebenheiten vor Ort in einem kleinstmöglichen Maße beeinträchtigen. Typische Maßnahmen sind die Bewaldung bzw. Aufforstung bestimmter Flächen oder das Aufwerten und Neuerschaffen von Habitaten für Tiere.

Idealtypischer Bau eines Windrades

1. Aushub/Abschieben des Oberbodens

Für den Bau einer Windenergieanlage sind so genannte Baustellflächen notwendig. Um diese herzustellen, wird zunächst der Oberboden entweder ausgehoben oder, je nach Beschaffenheit, abgeschoben.

2. Einbau und Verdichtung von Schottertragschichten

Damit die Baumaßnahmen auf den Baustellflächen durchgeführt werden können, werden im nächsten Schritt Schottertragsschichten hergestellt. Damit können die freigemachten Bereiche als Kranstellflächen und Kranauslegerflächen genutzt werden.

3. Aushub der Fundamentgruben für die späteren Windenergieanlagen

Im nächsten Schritt werden die Gruben für die späteren Fundamente ausgehoben. Der hierbei entstandene Bodenaushub wird später zur Überschüttung der Fundamente wiederverwendet.

4. Herstellung einer Gründungsschicht

In den ausgehobenen Fundamentgruben wird nun eine Kies- und Schotterschicht eingebaut. Diese stellt die Gründungsschicht (Flachgründung) dar.

5. Herstellung einer Fundamentform

Mithilfe von Schaltafeln wird eine Grundform für das Fundament erstellt und im Anschluss Stahl und Beton eingebaut, sodass das Fundament fertiggestellt ist.

6. Abdeckung des Fundaments

Das fertige Fundament wird zunächst mit dem zuvor gewonnenen Bodenaushub und daraufhin mit einer weiteren Kies/Schotterschicht überschüttet.

7. Aufbau des Krans und Montage des Turms

Auf der vorbereiteten Kranstellfläche wird der Kran aufgebaut und auf das fertiggestellte und überschüttete Fundament wird der Turm montiert.

8. Fertigstellung

Anlagenkomponenten wie Rotorblätter und Gondel werden angeliefert und montiert. Die Windenergieanlage ist fertiggestellt und kann in Betrieb genommen werden.

9. Renaturierung

Nachdem die Windkraftanlage fertiggestellt ist, werden die genutzten Bauflächen renaturiert. Im Falle von Windkraftanlagen im Wald bedeutet dies in der Regel Aufforstung und das Erschaffen von (neuen) Habitaten für Tiere.

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