Frage der Woche: Wie funktioniert die Stall-Regelung der Rotorblätter?

Die Stall-Regelung ist ein passives System zur Leistungsbegrenzung in Windenergieanlagen. Wird die Nennleistung erreicht, sorgt der fest eingestellte Anstellwinkel der Rotorblätter dafür, dass der Auftrieb bei weiter zunehmender Windgeschwindigkeit abnimmt. Grund dafür ist der sogenannte Strömungsabriss (Stall), bei dem die Luftströmung auf der Rotorblattoberseite abreißt und so die Leistung reduziert wird.

Im Gegensatz zur Pitch-Regelung erfolgt bei der Stall-Regelung keine aktive Blattverstellung. Die wichtigste Voraussetzung ist der Betrieb des Rotors mit konstanter Drehzahl. Dies wird mit Hilfe eines Asynchrongenerators, der fest mit der Netzfrequenz gekoppelt ist, und damit auf einer festen Drehzahl läuft, realisiert. Die Technik ist einfach und zuverlässig, bringt aber höhere mechanische Belastungen und eine trägere Reaktion bei böigem Wind mit sich.