Ja, Regen kann den Betrieb von Windenergieanlagen beeinträchtigen:
- Temporäre Leistungsminderung: Regen verschlechtert die aerodynamischen Eigenschaften der Rotorblätter, was unmittelbar zu Leistungsverlusten führt.
- Schäden (Erosion): Bei hohen Blattspitzengeschwindigkeiten (bis zu 360 km/h) schlagen Regentropfen mit einem Druck von bis zu 3.500 bar auf die Vorderkanten ein. Dies verursacht Materialabrieb, Kraterbildung und Risse.
- Wirtschaftliche Folgen: Die Erosion führt zu einem signifikanten Abfall der jährlichen Energieproduktion (AEP-Verluste), der in Extremfällen nach 13 Jahren bis zu 50 % betragen kann. Zudem steigen die Reparaturkosten und die Lebensdauer der Anlage verkürzt sich.
Um diese Schäden zu minimieren, werden spezielle Schutzbeschichtungen (Coatings) oder Folien (Tapes) zum Schutz der Rotorblätter eingesetzt.